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Ratgeber

Angemessenes Verhalten: Tipps

Todesanzeige genau lesen:

Die Todesanzeige in der Zeitung gibt wichtige Hinweise auf das Datum, die Uhrzeit, den Ort und auch die Art der Trauerfeier. Eventuell enthält sie auch einen Wunsch der Angehörigen bezüglich Blumen oder Geldspende.

Pünktlichkeit:

Unpünktlichkeit wird im Zusammenhang mit einem Sterbefall häufig als fehlende Wertschätzung des Verstorbenen gedeutet. Diese Missdeutung lässt sich durch Pünktlichkeit sehr leicht umgehen.

Kleidung:

Noch immer ist schwarz bei uns die klassische Farbe der Trauer. Diese sollte nur dann nicht gewählt werden, wenn die Angehörigen dies ausdrücklich wünschen.

Handy ausschalten:

Nichts ist störender, als ein Mobiltelefon, das während einer Trauerfeier oder Bestattung läutet. Deshalb sollte man immer daran denken, es vor Beginn der Trauerfeier auszuschalten.

Kaugummi:

Es sollte selbstverständlich sein, keinen Kaugummi während einer Bestattung zu kauen.

Geld- statt Blumenspende:

Bei einer Geldspende sollte die Höhe in etwa dem Betrag entsprechen, den man für einen Blumenschmuck ausgegeben hätte. Eine persönliche Beileids- oder Kondolenzkarte sollte trotzdem geschrieben werden.

Ehrliches Beileid:

Angehörige brauchen verbindlichen und ehrlichen Trost. Deswegen sollte man ihnen nur Dinge zusagen und versprechen, die man auch wirklich einhalten will und kann.

Mitgestaltung der Trauerfeier:

Wer einen Nachruf halten oder einen anderen Beitrag zur Bestattung leisten möchte, sollte dies rechtzeitig vorher mit den Angehörigen und dem Verantwortlichen für die Trauerfeier absprechen.

Stille auf dem Weg zum Grab:

Wenn ein Sarg oder eine Urne bestattet wird, ist es angebracht, auf dem Weg zum Grab in Stille an den Verstorbenen zu denken und Gespräche zu vermeiden.

Beileidsbekundungen:

Das persönliche Beileid sollte den Angehörigen erst am Ende der Bestattungsfeierlichkeit ausgesprochen werden. Wenn die Angehörigen in der Todesanzeige darum bitten, von persönlichen Beileidsbekundungen abzusehen, dann sollte dieser Wunsch akzeptiert werden.

Leichenschmaus und Trauermahl:

Die Angehörigen laden häufig Familienmitglieder und Freunde nach der Bestattung zum Leichenschmaus oder Trauermahl ein. Daran teilzunehmen drückt Anteilnahme, Wertschätzung und Unterstützung aus. Sollte jemand der Geladenen verhindert sein, sollte er dies den Angehörigen persönlich mitteilen.

Kontakt halten:

Für die Angehörigen ist mit der Bestattung die Trauer längst nicht vorbei. Deshalb tut es ihnen meistens gut, wenn man an sie denkt und den Kontakt aufrecht hält.

Thomas Multhaup/Constanze Kirmaier