Der Brauch, den Körper eines Verstorbenen zu verbrennen, ist in vielen Kulturen verbreitet. Auch in Mitteleuropa hat er eine lange Tradition: In der Bronzezeit, die ungefähr 1500 Jahre vor unserer Zeitrechnung begann, verbreitete sich die Sitte der Leichenverbrennung. Die Asche der Toten wurde oft in Urnen aus Keramik oder Ton gefüllt und dann beerdigt. Es gab bereits eine Art Urnenfriedhof, so genannte Urnenfelder. Mit der Beheimatung des christlichen Glaubens, etwa im vierten Jahrhundert nach Christus, verschwand der Brauch der Feuerbestattung, ja, er war sogar verboten. Es wurde als Missachtung Gottes betrachtet, den menschlichen Körper durch Verbrennung zu zerstören. ...
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